|
Samstag, 24. September 2016
Die 4 Wirkungsgrundsätze
Freitag, 23. September 2016
4 Mitarbeitertypen
Laden Sie sich IHR kostenloses eBook "Mitarbeiter Bindungs Quotient 1.0" runter:
Die 4 Mitarbeitertypen und warum es super wichtig ist, diese zu kennenAußerdem erhalten sie x konkrete Handlungsempfehlungen, wie sie mit ihnen umgehen müssen.
Sie wollen
ihre Mitarbeiter situativ führen und brauchen ein Werkzeug, um eindeutig definieren
zu können, welchen Mitarbeitertyp ihr Mitarbeiter darstellt. Und sie wollen wissen,
wie dann mit dem jeweiligen Mitarbeiter umgegangen werden muss, damit er erfolgreich
bleibt oder wird. Dann ist es für sie unabdingbar die vier Mitarbeitertypen zu
kennen.
Die folgende Betrachtung verdeutlicht den Zusammenhang
zwischen Erfolg und Motivation ihrer Mitarbeiter. Auch hier vereinfachen wir
die Betrachtungsweise auf unsere Mitarbeiter an Hand zweier Aspekte - dem
Wollen und dem Können. Dies können sie gleichsetzten mit der Motivation und dem
Erfolg.
Abbildung 1: Mitarbeitertypen-Portfolio im Zusammenhang
von Motivation und Erfolg
Die Nutzung des Mitarbeitertypen-Portfolio hat sich in der Führungspraxis als extrem hilfreich erwiesen. Eine Einstufung und Entscheidung darüber, in welchem Quadranten Ihre Mitarbeiter ihre Präferenz haben, treffen Sie aus Ihrer persönlichen Sicht heraus. Die Erkenntnis, die Sie daraus ziehen ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor Ihrer Führungsaufgabe.
Mitarbeiter,
die in ihrem Tun erfolgreich sind, zum Beispiel ihre Ziele erreichen oder in
Ermangelung dieser ihren Arbeitsbereich bzw. ihre Aufgabe erfüllen, befinden
sich in einem der beiden rechten Quadranten. Mitarbeiter, die sich hierbei schwertun,
befinden sich demnach in einem der beiden linken Quadranten. Diese Entscheidung
lässt sich meist leicht treffen, da dies faktisch messbar oder doch zumindest
deutlich erkennbar ist.
Komplexer
wird es beim Thema Motivation. Dabei ist Ihre Einschätzung gefragt, um den
Motivationsgrad Ihrer Mitarbeiter zu ermitteln.
Ist Ihr
Mitarbeiter mit Freude und Motivation bei der Sache? Haben Sie den Eindruck,
dass er gerne zur Arbeit kommt? Ist er wissbegierig, neugierig oder trägt er
selbst gerne zu neuen Ideen bei? Stellt er eher die Fragen nach dem: „wie
könnte es funktionieren?“ oder „welche Möglichkeiten ergeben sich daraus?“
Mitarbeiter,
die aus Ihrer Sicht vermehrt diese positiven Ansätze nutzen und somit Ihre
Präferenzen auf dem Blick nach vorne haben, befinden sich in einem der beiden
oberen Quadranten.
Die Bewertung
sollten Sie in regelmäßigen Abständen (mehreren Monaten) neu betrachten. Sie
können dann damit feststellen, wie sich Ihre Mannschaft im Zeitablauf entwickelt
hat, wenn Sie unsere „Erfolgs-Zutaten“ und „Handlungsempfehlungen“ konsequent
eingesetzt haben.
A-Mitarbeiter (Mitarbeiter will und kann)
Beginnen wir zunächst mit einem Blick auf in den
A-Quadranten eingestuften Mitarbeiter. Diese sind die Ananas-Mitarbeiter
(A-Mitarbeiter).
Betrachtung
Welche
Assoziationen werden hierbei bei Ihnen ausgelöst, wenn Sie an die Ananas denken?
Was für eine prachtvolle Frucht. Köstlich duftendes Fruchtfleisch in einer
süß-säuerlichen Geschmacksvielfalt, die alle Sinne berührt. Wenn Sie einmal
Zuschauer sein durften bei den flinken Händen eines Ananasverkäufers in Asien
an einem der traumhaften Strände, spätestens dann sehen Sie eine Ananas mit
anderen Augen an. Im Handumdrehen geschält, die Ananas-Augen in diagonalem
Schnitt blitzschnell und kunstvoll entfernt auf einem Holzspieß gesteckt, in
eine kleine Tüte verpackt und freundlich überreicht. Wer die Ananas isst,
aktiviert seine Glückshormone. Das darin vorkommende Vanillin ist ein
Stimmungsaufheller, dem anregende, euphorisierende Wirkung nachgesagt wird. Wer
kann da schon widerstehen?
Führung beim A-Mitarbeiter
Bei unserem Mitarbeiter aus
diesem Quadranten geht es uns vergleichbar ähnlich. Wie können wir ihm
widerstehen? Warum sollten wir denn? Voller Elan, motiviert und engagiert,
erfolgreich in seinem Tun, ausgestattet mit einer ausgeprägten Eigeninitiative
und dabei regelmäßig darauf bedacht, dass das Unternehmen und Ihre Abteilung
genau in dem positiven Licht erscheint, welches dem Ergebnis und dem Ansehen
dienlich erscheint. Diese Mitarbeiter sind leicht zu führen, im Stile des
„laisser faire, lassez aller, le monde va lui même.“, wie
schon Louis IVX festgestellt hat und damit meinte, dass man sie machen lassen
solle, die Welt drehe sich von alleine.
„Anhaltende
Begeisterung
ist die
Bedingung für große Leistungen:“
Werner
Freytag (1)
Hierbei dürfen Sie als
Führungskraft keinesfalls vergessen werden, dass diese Mitarbeiter trotzdem
auch Führung von Ihnen benötigen. Diese können wir darin äußern, dass wir die
gelungene Leistung loben und durch dieses Feed-Back die Motivation des Kollegen
steigern.
Eigenschaften A-Mitarbeiter
Ein A-Mitarbeiter ist ausgezeichnet
dazu geeignet, weitere, wichtige Aufgaben zu übernehmen, deren Delegation uns
zumindest ein Stück weit in die Lage versetzen mag, strategisch zu agieren und
unserer Hauptaufgabe nachzukommen, unsere Mitarbeiter zu führen. Dies hilft uns
als Führungskraft innerhalb des täglichen Zeitmanagements, denn wir können
verantwortungsbewusste Aufgaben in bewährte Hände legen.
Diese A-Mitarbeiter sind auch dafür geeignet, Sie in
der persönlichen Zielerreichung (Abteilungs- Bereichszielerreichung) zu
unterstützen. Sie sind gleichzeitig Ihre Multiplikatoren, Ihre Fürsprecher;
diejenigen, die direkt hinter Ihnen am Strang des Erfolges ziehen können. Der
Mitarbeiter vertraut Ihnen, so wie Sie ihm vertrauen.
„Nicht Zielvereinbarung schafft
Verbindlichkeit, sondern Vertrauen.“
Reinhard K. Sprenger (2)
Innerhalb der Führung der A-Mitarbeiter ist die Kunst
des Einfangens gefragt, die eigene Begeisterung mitzugeben und/ oder im
Idealfall dafür Sorge zu tragen, dass diese Mitarbeiter Ihre Idee als die Eigene verstehen. Dies gelingt am besten, wenn
Sie es schaffen, dass Ihre A-Mitarbeiter diese für sich entdecken.
Tipp 1:
Für ein
gutes Menü im Unternehmen benötigen Sie A-Mitarbeiter, die Sie als Führungskraft
entdecken müssen. Machen Sie es sich bewusst, wer A-Mitarbeiter in Ihrem
Bereich ist. Diesen können für Sie wichtige Aufgaben übernehmen.
B-MItarbeiter (Mitarbeiter will und kann nicht)
Die nächste Gruppe von Mitarbeitern sind die Bananen-Mitarbeiter
(B-Mitarbeiter).
Betrachtung
Auch hier beginnen wir zunächst mit einer
Assoziation. Bananen werden schon, bevor sie ausgereift sind, auf ihre Reise
geschickt. Je näher das Ziel kommt, desto reifer wird die Banane. Unsere
artverwandten Brüder auf dieser Erde, die Affen, sind wahrhafte Profis im
Umgang mit dieser Frucht. Im Gegensatz zu uns nutzen Affen eine Technik zum Öffnen,
die zugleich effektiv wie auch grundsätzlich logisch erscheint. Uns Menschen
ist es anerzogen, die Frucht vom Stiel aus zu öffnen. Ist es Ihnen nicht auch
schon passiert, dass sich die Banane nicht so öffnen lässt wie gewünscht? Die
Affen öffnen sie von der anderen Seite. Probieren sie es mal, funktioniert
prima. Unseren Bananen-Mitarbeitern geht es so ähnlich. Hoch motiviert,
neugierig und wissbegierig gehen sie an ihre Arbeit; sie wollen erfolgreich
sein. Da sie noch nicht genau wissen, welchen Beitrag sie leisten können, also
wie es funktioniert, fehlt es letztlich an der richtigen Technik, die Banane
effektiv zu öffnen, und an dem Knowhow, um für sich oder die Abteilung so
richtig erfolgreich zu sein. Ohne die richtige Unterstützung werden sie schnell
zurückhaltend und abwartend. Trotz allem sind diese Mitarbeiter auf jeden Fall
als positive Bereicherung zu betrachten und werden auch als dieses
wahrgenommen.
„Jeden Tag sollten diese in den Spiegel
schauen
und sich sagen:
„Ich werde das Beste tun, dessen ich fähig
bin –
Egal was dafür nötig ist.“
Barbara Jordon (3)
Führung beim B-Mitarbeiter
Die B-Mitarbeiter sind daher oft neu im Unternehmen
oder in der Abteilung. Aufgrund von Unsicherheiten in den Arbeitsabläufen, im
Produktwissen oder auch in der konkreten Umsetzung von
Handlungsnotwendigkeiten, bleibt der ersehnte Erfolg bisher noch aus. Sie
wollen ihre Tätigkeit mit Erfolg ausüben, aber es gelingt nicht in allen Fällen.
Aus Sicht der Führungskraft sind die B-Mitarbeiter jedoch zu begrüßen, und zwar
dann, wenn Sie die kommenden Rezepte gut beachten und konsequent umsetzen. Auf
die Bedeutung der notwendigen Konsequenz und Nachhaltigkeit werden wir in den
folgenden Ausführungen noch näher hinweisen.
Tipp 2:
Entwickeln
Sie im Rahmen Ihres Menüs das Potenzial des B-Mitarbeiters. Führen Sie ihn hin
zum A-Mitarbeiter, indem Sie Ihm seine Fähigkeiten und
Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen.
C-Mitarbeiter (Mitarbeiter kann und will nicht)
Die Mitarbeiter im C-Quadranten sind die Coconut-Mitarbeiter
(C-Mitarbeiter).
Betrachtung
Wie gewohnt beginnen wir mit der gewohnten
Assoziation. Die Coconut ist eine ausgesprochen robuste Frucht. Mit harter
Schale fällt sie ohne Blessuren vom Baum. Wer im Weg steht oder liegt, bekommt
die Energie in vollem Umfang zu spüren. Geradlinig, leise und doch mit voller
Wucht. Die harte Schale birgt eine schmackhafte Frucht und einen
wohlschmeckende Milch, die für eine Vielzahl von Speisen und Getränke bestens
und vielseitig geeignet ist.
Wie bei einer „Coconut“ lässt sich ein C-Mitarbeiter,
den Sie in diesen Quadranten einordnen, nicht so schnell gewinnen, um an das
wertvolle Innere zu kommen.
Führung beim C-Mitarbeiter
Die C-Mitarbeiter sind regelmäßig erfolgreich in
ihrer Aufgabe und verfügen über ein Spezialistenwissen. Sie haben regelmäßig gute
Kontakte und ein meist ausgezeichnetes Verhältnis zu ihren Kunden. Ihr
Verständnis für die Aufgabenerfüllung ist jedoch nicht immer kongruent zu dem
Verständnis, welches Sie von ihrer betrieblichen Aufgabe und deren Umsetzung
haben. Für den C-Mitarbeiter ist der Erfolg selbstverständlich, jedoch auf
deren eigene Art und Weise, mit einem eigenen Dickkopf. Neuen Vorgehensweisen,
wie zum Beispiel die Einführung eines neuen Arbeitssystems, neuer Produkte,
Organisations- oder methodische Veränderungen werden von ihnen meist mit
deutlich wahrnehmbarem Argwohn oder gar strikter Ablehnung begegnet.
Der generelle Veränderungswille im bisherigen
Arbeitsumfeld begrenzt sich beim C-Mitarbeiter ausschließlich auf
Veränderungen, die das eigene Tun in der persönlichen Wahrnehmung erleichtern
oder verbessern. Neben dieser Fokussierung lehnt der C-Mitarbeiter regelmäßig weitere
Veränderungen strikt ab.
Doch er unterschiedet sich von einem Saboteur, der
mit einer vorgefassten Meinung an die Sache herangeht und dem Provokateur, der
zwar allgemein akzeptierte Wahrheiten in Zweifel zieht, diese jedoch
zielführend hinterfragt, wie schon Anja Förster und Peter Kreuz in ihrem
hervorragenden Buch „Nur Tote blieben liegen“ auf den Punkt gebracht haben (4): „Der
Saboteur ist bewaffnet mit Antworten, der Provokateur mit Fragen“.
Die C-Mitarbeiter lassen sich schwer für neue Ideen
und neue Vorgehensweisen öffnen. Sie nehmen ungern einen ungewohnten
Betrachtungswinkel ein, der ihnen nicht entgegenkommt. Statt dessen äußern sie
regelmäßig Einwände wie „das hatten wir doch schon und hat damals schon nichts
getaugt“, „mit meinem Kunden ist so etwas nicht umsetzbar“, „mit diesem System
dauert das alles viel zu lange“. Sie verschließen sich dadurch neuen Wegen und
Lösungen, die sie bei der Erfüllung ihrer Aufgabe weiter bringen könnten.
Es gibt noch weitere Kriterien, ob es sich wirklich
um einen C-Mitarbeiter handelt. Meist sind dies Kollegen, die schon länger im
Unternehmen sind und im Laufe ihrer Karriere einen Einbruch erlebt haben. Ob
dieser selbstverschuldet war oder nicht, ist hierbei unerheblich. Entscheidend
ist die Tatsache, dass sie sich übergangen fühlen, nicht wertgeschätzt in
irgendeiner vergangenen Aktivität, die ihnen übertragen wurde. Die
C-Mitarbeiter möchten für sie unbequeme Dinge oder auch Vorgesetzte gerne
aussitzen. Er hat die Meinung, dass er den unbequemen Vorgesetzten auch noch
überleben wird.
Tipp 3:
Machen Sie
es sich bewusst, dass es Zutaten gibt, die Ihr Menü verderben. Zeigen Sie dem
C-Mitarbeiter auf, dass Sie bei fehlendem Wechsel seiner Einstellung nicht mehr
die richtige Adresse für ihn sind.
D-MItarbeiter (Mitarbeiter kann nicht und will nicht)
Die Mitarbeiter im D-Quadranten sind die Dattel-Mitarbeiter
(D-Mitarbeiter).
Menübetrachtung
In der Assoziation zu den Früchten der Natur nennen
wir diesen Mitarbeiter
D-Mitarbeiter (wie Dattel). Wir kennen diese Frucht meist als
kleine, getrocknete, verschrumpelte und klebrige Kalorienbombe, die süß
schmeckend einher kommt und bei Verzehr einen einzigartigen Eindruck
hinterlässt. Den D-Mitarbeiter kennzeichnen wenig klaren Konturen, eine eher schwächere
Motivation und Arbeitsergebnis. Dies ist meist die Sichtweise/ Bewerung der
Führungskraft. Ihr D-Mitarbeiter selbst sieht dies im Eigenbild meist vollkommen
anders. Wenn Sie ihn fragen würden, wie es um seine Motivation steht, käme ein
eindeutiges: „Ja prima…, wieso…, aber...“.
Der D-Mitarbeiter ist es gewohnt, sich hinter anderen
zu verstecken und am besten nicht aufzufallen. Hierzu legt er sich meist eine
gute geschäftige Tarnung an, er fällt nicht auf, schwimmt aber im Team mit.
Auf der anderen Seite steigen äußert er gerne
Bedenken, wenn es um Herausforderungen in dem Team/ der Abteilung/ des Bereichs
geht. Damit gibt er Ihnen als Vorgesetzten zu verstehen, wie sehr die Umstände
dafür verantwortlich sind, dass sich nichts, aber sich auch gar nichts in der
Weise umsetzen lässt, wie Sie es doch eigentlich
gerne hätten.
Analyse
D-Mitarbeiter
Die D-Mitarbeiter haben regelmäßig keine ausgeprägte
Motivation in ihrer täglichen Aufgabe und nur wenig Erfolgserlebnisse. Dies
bedeutet im Hinblick auf ihre Zielerfüllung jedoch nicht, dass sich diese
Mitarbeiter nicht um die Kunden kümmern. Im Gegenteil. Die D-Mitarbeiter sind oft
die „Kümmerer“, mit guten Kontakten zu Kunden, extern wie auch intern. Sie sind
teils sehr aktiv, wie zum Beispiel mit einem sehr guten Kundenservice,
Bearbeitung von dringlichen Fällen wie Reklamationen. Oftmals sind ihre
Aufgaben von Angelegenheiten gekennzeichnet, die zwar dringend, doch zu selten
wirklich wichtig sind. Auch viele Aufgaben, sind weder das eine noch das andere.
Diese Form ihrer Tätigkeit lässt sich auch gut als Arbeit in extrem gefühlter
Fremdsteuerung bezeichnen. „... Ich muss doch noch dies machen ... und noch das
erledigen ... das war ganz arg wichtig, der Kunde hat getobt...“ Am Ende stellt
sich oftmals heraus, dass der D-Mitarbeiter viele Vorwände sucht, deren
Erledigung wenigstens sinnvoll hätte geplant werden können. Dann wäre auch noch
genügend Zeit übrig geblieben, um wesentliche Dinge mit Priorität anzugehen. So
zum Beispiel den Telefonhörer in die Hand nehmen, um Termine zu machen. Kunden
nach bestimmten Kriterien zu Gesprächen einzuladen, um ihnen konkrete
Vorschläge für die weitere Zusammenarbeit zu unterbreiten. Kein „first in–first
out“-Abarbeiten, sondern strukturiert Erfolge planen.
Hierzu gehören alle Aktivitäten, die wir im weiteren
Verlaufe dieses Buches die „Erfolgsfaktoren“ nennen. Also all die einzelnen
Aspekte, die den Erfolg der Zukunft nachhaltig sichern.
Führung beim D-Mitarbeiter
Innerhalb Ihnen Führungsaufgabe beim D-Mitarbeiter geht
es nicht darum, dringende Aktivitäten als nicht geeignet zu erkennen. Es geht ihm
primär darum, dass die Mitarbeiter auch gerne Gründe suchen und finden, warum
das wirklich Wichtige nicht hätte gemacht werden können. Wenn Sie dies als
Führungskraft hinterfragen werden Sie meist die gleiche Antwort bekommen. Der
D-Mitarbeiter wird Ihnen mitteilen, dass hierfür letztlich immer „die Anderen
die Schuld tragen“. Er weist die Verantwortung kategorisch von sich ab.
Doch lassen sich nicht alle Arbeitsaufgaben so
einfach auf die weiteren Mitarbeiter im Team oder außerhalb übertragen. Bei
dieser Betrachtung geht es nicht um Schuldfragen für die Übertragung von
Tätigkeiten/ Verantwortung, sondern ausschließlich darum, wie sich das
persönliche Verhaltensmuster des D-Mitarbeiters am besten einschätzen lässt.
Diese Betrachtungsweise benötigen wir als Führungskraft, um festzulegen zu
können, wie wir mit den Mitarbeitern täglich umgehen können – sogar müssen, um
ihnen wirklich eine Hilfe in Ihrem erfolgsorientierten Tun, in ihrem
persönlichen Arbeitsumfeld geben zu können.
Tipp 4:
Achten Sie
beim Menü wie in der Führung darauf, wie Sie den D-Mitarbeiter zu einem guten
Gericht hinführen. Er benötigt bezüglich der Prioritäten und des Weges noch
einige Unterstützung von Ihnen als Führungskraft.
Erkenntnis aus dem Portfolio
Welche Erkenntnissen ziehen wir in der Funktion der
Führungskraft aus den beiden Mitarbeiterportfolien, dem Verhaltensportfolio
und dem Mitarbeitertypen-Portfolio?
|
Lassen Sie uns die Erkenntnisse aus den Mitarbeitertypen-Portfolien
analysieren. Wichtig für uns ist der konkrete Blick auf unsere Mitarbeiter und die
Konzentration auf Ihre Stärken. Denn gerade das Bewusstsein, dass sich Ihre
Führungskraft auf ihre Stärken und Erfahrungen beruft, gibt den Mitarbeitern
auch die nötige Sicherheit, in Krisensituationen die richtigen Schritte und
Maßnahmen einzuleiten. Weiterhin tritt bei den richtig gewählten Maßnahmen auch
der entsprechende Erfolg ein und dieser motiviert wiederum die Mitarbeiter.
Auch hierbei können Sie als Führungskraft beispielsweise über ein zielgerichtetes
Lob die richtigen Akzente setzen.
1. Handlungsempfehlung für A (Ananas)-Mitarbeiter
Obwohl wir uns glücklich schätzen, in unserem Team
über A-Mitarbeiter zu verfügen, haben Sie dennoch die Daueraufgabe, diese zu
fordern und zu fördern. Unabhängig von Ihren Top-Leistern gebührt allen
Mitarbeiter die entsprechende Unterstützung durch die Führungskraft. Auch
sollten Sie darauf achten, auch Verantwortung auf Ihre Mitarbeiter zu
übertragen, wenn diese mit der Kompetenz auch entsprechend umgehen können. Eigene
Verantwortung abgeben zu können, d.h. „loszulassen“ heißt in diesem Zusammenhang,
dass Sie wichtige Aufgaben an Ihre A-Mitarbeiter delegieren. Diese sind besonders
für Delegationen geeignet, da kreativ, gut in der Umsetzung und gerne bereit
ihr Wissen sowohl zu mehren, als auch an andere weiterzugeben. Das bedeutet
auch, dass Ihre A-Mitarbeiter hervorragend Aufgaben vom Einlernen, bis zum
Coaching übernehmen können. Unter „Coaching“ verstehen wir das Begleiten des
Mitarbeiters in seinem persönlichen Arbeitsumfeld, um diesen zur
Selbstreflexion zu animieren und gegebenenfalls notwendige Verhaltens- und
Verfahrensänderungen anzustoßen. Die A-Mitarbeiter sind dann Ihr „Ruheanker“ in
der Krise und geben den weiteren Kollegen Sicherheit und auch den nötigen Halt.
„Der Manager muss die „aufrechten
Mitarbeiter“ befördern. Dann werden auch alle anderen Mitarbeiter folgen.
Befördert er die „unehrlichen Mitarbeiter“, so werden sich die anderen gegen
den Manager wenden.“
Zitat: Konfuzius (5)
Auch das Übertragen von Führungsaufgaben ist bei
A-Mitarbeitern eine durchweg sinnvolle Lösung, um Ihnen Ihre
Führungsaufgabe zu erleichtern und Freiraum für weitere wichtige Aufgaben zu
gewinnen. Die gewonnene Zeit können Sie
für die Mitarbeiter investieren, die im Rahmen Ihrer Führungsaufgabe mehr Zeit
benötigen. Auch für die Bewältigung von Krisensituationen benötigen Sie als
Führungskraft ein „mehr“ an Zeit, die durch den Delegationseffekt gewonnen
werden kann.
Tipp 5:
Übertragen
Sie den A-Mitarbeiter die Zubereitung des Menüs. Fordern und fördern Sie diese.
Übertragen Sie den A-Mitarbeitern die Aufgabe, andere Kollegen beim Menü zu
coachen.
2. Handlungsempfehlung für B (Bananen)-Mitarbeiter
Dies sind Mitarbeiter, auf die sich Ihre Aufmerksamkeit
konzentrieren sollte. Denn mit Ihnen lassen sich Erfolge und zwar neue Erfolge
am schnellsten realisieren. Diese Mitarbeiter stehen bereit, Sie wirksam zu
unterstützen. Sie haben ihre Kochschürze schon um, benötigen jetzt noch die
richtigen Werkzeuge, die konzentrierte, wertschätzende und zielführende
Ansprache und Begleitung und schon ist aufgetischt; mit frischer Euphorie und
agierenden Endorphinen hin auf deren Weg zum A-Mitarbeiter. Nehmen Sie sich
hierfür die nötige Zeit. Schwierige Unternehmensumstände sind mit diesen
Mitarbeitern am leichtesten zu meistern. Zusammen mit den A-Mitarbeitern haben
Sie dann ein stabiles Fundament, ein wohlschmeckendes Gericht, mit dem Sie die
ersten Hürden schon meistern können. Auch die B-Mitarbeiter haben damit das mögliche
Potenzial, Sie in Krisensituationen wirksam zu stützen und zu unterstützen.
„Tun Sie Ihr Bestes.
Was Sie jetzt pflanzen, werden Sie
später ernten.“
Zitat: Og Mandino (6)
Tipp 6:
Führen Sie
den B-Mitarbeiter durch Ihre Begleitung zum Kocherfolg. Nehmen Sie sich hierfür
Zeit. Das wohlschmeckende Gericht ist dabei fast schon sicher.
3. Handlungsempfehlung für die C (Coconut)-Mitarbeiter
An diesen Mitarbeitern haben sich bereits Heerscharen
von Führungskräften vergeblich versucht und dies vollkommen unnötig. Wie in
einer Soße, die zu viel Salz abbekommen hat, ist es auch nicht möglich das Salz
im Nachhinein herauszufiltern. In der Kochwelt können Sie die Soße lediglich
mit Bindemittel verlängern. Doch die ursprüngliche Menge an Salz bleibt nach
wie vor vorhanden. Im Führungsalltag gilt es, die Stärke dieser Mitarbeiter zu
nutzen und nicht auf Biegen und Brechen die Defizite in der Motivation zu aktivieren.
Die Motivation des C-Mitarbeitern ist nicht mit der Ihrigen Motivation zu
vergleichen. Sie benötigen Zeit und Geduld für die Führungsarbeit, die Sie
gerade in der Krise nicht haben oder zumindest nicht haben sollten. Denn es
sind teils schnelle und umsichtige Entscheidungen erforderlich und Sie
benötigen jede Minute, die Sie situationsbedingt investieren müssen.
Vorsicht bei
demotivierendem Einfluss der C-Mitarbeiter
Sie müssen darauf achten, dass die C-Mitarbeiter keinen
demotivierenden Einfluss auf die anderen Mitarbeiter ausüben. Schließen Sie für
diesen fall einen praktikablen Kompromiss, denn Ihnen fehlt in der Krise das
notwendige Zeitpotential. Der Kompromiss könnte dahingehend ausgestaltet sein,
dass Sie diesem Mitarbeiter seine Erfolgswege belassen und ihm
klarmachen, dass Sie sich von ihm keine offenen Widerstände gegenüber den
Kollegen wünschen. Hiermit verhindern Sie wirksam einen demotivierenden
Einfluss und verschaffen sich die nötige Zeit zur Bewältigung der
Krisensituation. Sie erhalten hierdurch eine „Win-/Win-Situation“.
Tipp 7:
C- Mitarbeiter sind von den Ergebnissen her schon
erfolgreich. Stellen Sie daher die Mitarbeiter nicht in Ihren ersten Fokus zum
neuen Erfolg.
4. Handlungsempfehlung für die D (Dattel)-Mitarbeiter
Bei Ihrer Führungsaufgabe ist es bedeutend zu
erkennen, dass Sie die D-Mitarbeiter nicht über die reine Motivation zum Erfolg
bringen. Deren persönliche Wahrnehmung ist nicht deckungsgleich mit der
Ihrigen. Es wird daher sehr schwierig sein, durch gutes Zureden, durch Appelle
an das Gewissen oder durch sonstige Beteuerungen im Rahmen der Führungsarbeit
kurzfristig ein positives Ergebnis zu erzielen. Je weiter sich ein solcher
Mitarbeiter in dem Quadranten (siehe Abbildung 10) in Richtung der Null-Linien
befindet, desto intensiver muss sich Ihre Führungsarbeit mit ihm gestalten. Die
Fortschrittsentwicklung Ihres Mitarbeiters wird sich in diesem Falle nicht über
den Quadranten B, sondern über den Quadranten C bewegen. D.h., der Mitarbeiter
wird über seinen Erfolg zur Motivation gebracht. Hier ist es uns wichtig direkt
darauf hinzuweisen, dass die ersten erzielten Erfolge, noch nicht die
Nachhaltigkeit dieser neuen Erlebnisse sichern. Sie müssen konsequent sein. Die
ersten Erfolge in der Führung werden als Zufallserfolge definiert, “...das wäre
auch so passiert...“,…“ normalerweise funktioniert das so nicht…“. Hierbei ist
der Glaube des Mitarbeiters an den eigenen Erfolg so gering, das erst eine
häufige Wiederholung dieses Erfolges und eine häufige Wiederholung dieser
konkreten Vorgehensweise zu einer Verstetigung der Erfolge führt. Für Sie als
Führungskraft bedeutet das viel Zeit und viel Geduld mitzubringen. Über
Zeitpotentiale verfügen Sie gerade in Krisensituationen nicht im Überfluss.
Trotzdem ist es auch gerade dieser Mitarbeiter wert, ihn entsprechend seiner
persönlichen Stärken an seinem und ihrem Erfolg arbeiten zu lassen. Ihre
Führungsarbeit ist hierbei der Schlüssel zum Erfolg.
Tipp 8:
Führen Sie
den D-Mitarbeiter ausschließlich durch eigenen Erfolg zum Kocherfolg. Das
kostet viel Zeit und Energie, die Sie meist nicht haben. Trotzdem sollte dies
versucht werden, um gelungenes Menü zu kreieren.
5. Ausblick Handlungsempfehlungen
Wir haben Ihnen durch die einzelnen
Handlungsempfehlungen einen ersten Überblick gegeben, wie Ihre Mitarbeiter,
entsprechend ihrer vorhandenen oder nicht vorhandener Potentiale, führen
können. Die teils individuellen Ausführungen sollen Ihnen dabei helfen, den für
den Mitarbeiter passenden Führungsstil anwenden zu können. Aus der Führungspraxis
wissen wir, dass nicht jeder Mitarbeiter für jeden individuellen Führungsstil
empfänglich ist. Daher ist es umso wichtiger, zu wissen, wie Ihr Mitarbeiter einzuordnen
ist. An welcher Stelle können Sie ihn abholen? Auf welchem Weg möchten Sie ihn
bringen? Wenn wir den Ausgangspunkt unser Führung nicht kennen, dann werden wir
keinen Weg finden, der uns oder unseren Mitarbeiter zum Ziel führt. Durch die
Betrachtung des Verhältnisses von Motivation und Erfolg ist es für Sie ein
Vielfaches einfacher, die richtigen Wege zu finden. Ein situativer Führungsstil,
der sich daraus ergibt, wird zum Ergebnis haben, dass die Mitarbeiter nicht
statisch in ihren Quadranten (A,B,C,D) verharren, sondern dass Ihre
Führungsarbeit eine positive Bewegung in der Zuordnung auslöst.
6. Machen Sie es sich leicht?
Haben Sie schon Ihre Entscheidungen getroffen, mit welchen Mitarbeitern
Sie ab sofort beginnen wollen, die Hürden der Krisenzeit zu überwinden?
Wir sagen Ihnen, machen Sie es sich leicht. Die Zeiten sind angespannt
und Europa kommt aus dem Tritt. Ein Europa, das wichtig und einig ist für das
Gesunden und gesund bleiben jedes einzelnen Mitgliedstaates. Doch was können
wir dabei schon ausrichten?
7. Führung bringt Erfolg
Jedes Getriebe ist nur so gut wie jedes einzelne Zahnrad. Und wir Führungskräfte
und Mitarbeiter sind im Unternehmen die kleinen Räder, die am Laufen gehalten
gehören, damit das Gesamtgefüge im Einklang ist. Jetzt stellen Sie sich vor, dass
Sie mit Ihrem Unternehmen oder Ihrer Abteilung einen Teil dazu beitragen können,
dass die Arbeitsabläufe besser laufen als bisher und sich auch der nötige
Erfolg einstellt. Stellen Sie sich weiterhin vor, dass Führungskräfte, die sich
in ähnlichen Situationen wie Sie befinden, genau das Gleiche machen würden wie
Sie, nämlich Ihren konkreten Teil dazu beitragen, dass die Prozesse in den
Unternehmen noch besser laufen als bisher. Was könnte das schon für positive
Auswirkungen haben? Stellen Sie sich vor, viele Ihrer Kollegen, in vergleichbaren
Situationen, würden sich in vollem Umfang mit Ihrer Führungsarbeit einbringen,
um einfach noch ein erhebliches Stück erfolgreicher zu sein als bisher. Was
denken Sie, wie enorm diese Welle sein könnte, wenn alle diese Führungskräfte
damit beginnen würden, mit der entsprechenden Technik leichter zu führen?
Die ergäbe in Assoziation mit unserer Führungsküche das „perfekte Dinner“
mit größter Erfolgsaussicht und geringerem Führungsaufwand. Wir müssen uns
dabei nur im Klaren sein, dass wir zunächst mehr Zeit investieren, um die
Führungstechnik zu verbessern. In dem zweiten Schritt sparen Sie dann
Führungszeit, wenn Ihre Investition greift. Und dies mit einem modifizierten anderem
Fokus, mit anderer Vorgehensweise, anderen Zutaten und hochwertigem Kochgeschirr.
„Führungsqualitäten: Erstens die Fähigkeit
vorherzusagen,
was morgen, nächsten Monat und nächstes Jahr
geschehen wird.
Und es ist zweitens die Fähigkeit, später zu
erklären,
warum alles ganz anders gekommen ist.“
Zitat: Winston Churchill (7)
Tipp 9:
Schauen Sie sich doch bitte nochmals das
Quadranten-Sheet „Motiv-Erfolg“ auf Seite... genau an. Wenn Sie schnelle
Entwicklung in Ihr Unternehmen oder Ihre Abteilung bringen wollen, welche der
leckeren Obstsorten bietet sich da ganz hervorragend an?
Falls Sie bisher die Erfolgs-Motivations-Quadranten
noch nicht mit Namen gefüllt haben, dann wird es jetzt Zeit. Hauchen Sie Ihrem
Mitarbeiterbild jetzt Leben ein und treffen Sie Ihre Entscheidungen. Es tut
übrigens nicht weh und ist ein lebendiges Bild, das sich verändern wird, daher
ist Ihre jetzige Entscheidung immer die richtige.
Beispiel - Erfahrungen aus Seminarpraxis
In fünfundneunzig Prozent aller Fälle antworten regelmäßig
Seminarteilnehmer damit, dass sich mit den Mitarbeitern aus dem B(Bananen)-quadranten
eine positive Veränderung am schnellsten umsetzen ließe. Mit Ihnen können Sie am schnellsten die
Talfahrt überwinden. Intensive Begleitung wird hier der Schlüssel zum Erfolg
sein.
„Es kommt nicht darauf an,
wie viel Kraft man hat,
sondern wie sie eingesetzt wird.“
Zitat: Nido R. Qubein (8)
Experteneinschätzung
Die restlichen fünf Prozent sind der Meinung, dass die Mitarbeiter des C-Quadranten
hierfür besonders geeignet sind. Schließlich sind diese ja schon erfolgreich
und wenn sie noch mehr Motivation entwickeln würden, dann könnten sie die
Leuchttürme des Unternehmens werden. Das würde bedeuten, dass diese schon
erfolgreichen Kolleginnen und Kollegen aus dem C-Quadranten in den
Ananas-Quadranten wechseln müssten. Wenn dies gelingt, dann würden sich auch
die Erfolge weiter erhöhen, dies ist unstrittig. Zwei Fragen drängen sich
hierbei jedoch auf. Wie viel höher wird der erzielbare Erfolg tatsächlich sein
und vor allem, welcher enorme Aufwand wird notwendig sein, um die Motivation
eines Mitarbeiters anzustoßen? Praktikabel wäre ein einfacher und effektiver
Weg.
Beispiel Filialleiter
In einem aktuellen Seminarfall startete ein junger, dynamischer
Filialleiter den Versuch, seinen bislang erfolgreichen Berater zu einer neuen
Vorgehensweise zu motivieren. Der Mitarbeiter war dem C-Quadranten zugeordnet
(MA kann, will aber nicht). Sein Chef, der Filialleiter, bemühte sich mit allen
erdenklichen Mitteln, seine Mitarbeiter zu motivieren, im Kundengespräch den
ganzheitlichen Beratungsansatz zu nutzen, jedoch bislang vergebens. In vielen
Instituten wird heute der ganzheitliche Ansatz in der Beratung gewählt, um die
Kunden in optimaler Weise und bedarfs- und risikogerecht zu beraten. Dies ist
eine klassische „Win-Win-Situation“ denn der Kunde erhält alle Angebote aus
einer Hand und spart sich viel Zeit und Mühe und die Bank erhält die
Möglichkeit des bedarfsgerechten Geschäftsabschlusses. Da in Zeiten der
Finanzkrise auch der Wettbewerbsdruck stetig zunimmt, hat sich der
ganzheitliche Ansatz in der Praxis durchgesetzt.
Ich beobachte als Führungscoach folgende Situation. Der Filialleiter saß
auf einem höhenverstellbaren Bürostuhl, währenddessen sein Mitarbeiter auf
einem nicht verstellbaren Stuhl saß. Der Versuch endete darin, dass der
Filialleiter sich nicht anders zu helfen wusste, als während seiner Ansprache
seinen Stuhl mit dem Pumpmechanismus nach oben zu schrauben. Im nachfolgenden
Auswertungsgespräch gestand mir der Filialleiter, dass ihm diese finale
Übersprungshandlung, die rein unterbewusst gesteuert war, vollkommen entgangen
war. Trotz Körpersprache gelang es dem Filialleiter nicht, seinen erfolgreichen
Berater von dem ganzheitlichen Beratungsansatz zu überzeugen.
Empfehlung für die Führung
Wir würden Ihnen in dieser schwierigen Situation empfehlen, sich nicht
direkt im ersten Schritt an diesen Mitarbeitern zu versuchen und Ihn trotz
Verweigerungshaltung unbedingt von dem ganzheitlichen Beratungsansatz zu
überzeugen. Denn Mitarbeiter aus dem C-, und aus dem D-Quadranten benötigen viel
Energie Ihrer Führungsleistung sowie Zeit für die Überzeugungsarbeit. Doch wie
lösen wir die Situation praktisch auf?
Notwendige Unterstützer in der Führung
Die Mitarbeiter des A-Quadranten sind diejenigen, die
Sie als Unterstützer benötigen, die Ihnen zur Hand gehen und die mit Ihnen für
den nötigen Erfolg sorgen. In schwierigen Situationen unterstützen die
A-Mitarbeiter Sie in Form der Übernahme von wichtigen Aufgaben, um weiter
Freiräume zu gewinnen. Stellen Sie sich bezüglich dieser Mitarbeiter folgende
Fragen:
Zentrale
Fragestellungen
|
· Was können
meine A-Mitarbeiter besonders gut, welches eine direkte Auswirkung auf meine
gewünschten Ergebnisse haben kann?
|
·
In welchen
Aufgaben können mich diese Mitarbeiter so gut unterstützen, so dass ich mich
auf andere wichtige Aufgaben konzentrieren kann? Lassen Sie hierbei auch
Aufgaben zu, die Sie bisher als Ihre eigene Aufgabe betrachtet haben. Dies
können beispielsweise administrative, vertriebliche, wie auch Führungsaufgaben
sein. Alles was hierbei Unterstützung und Entlastung für Ihre wichtige
Führungsaufgabe bietet, ist hilfreich für den Gesamterfolg.
|
Abbildung 12: Zentrale Fragen bzgl. der
A-Mitarbeiter
Hierzu können Sie sich auch gerne noch dieses Video ansehen. -> Hier klicken <-
oder besuchen Sie uns auf Facebook: www.facebook.com/eliqa.de
[1] Vgl. Rotter E.-A.: Erfolg riskieren – die Kunst des grenzenlosen Denkens, Dillenburg 1998, S. 16.
oder besuchen Sie uns auf Facebook: www.facebook.com/eliqa.de
[1] Vgl. Rotter E.-A.: Erfolg riskieren – die Kunst des grenzenlosen Denkens, Dillenburg 1998, S. 16.
[2] Vgl.
Sprenger R.-K.: Vertrauen führt – Worauf es im Unternehmen wirklich ankommt,
Frankfurt am Main 2004, S. 134.
[3] Vgl.
Rotter E.-A.: Erfolg riskieren – die Kunst des grenzenlosen Denkens, Dillenburg
1998, S. 140.
[4]
Vgl. Förster A./ Kreuz P.: in „Nur Tote bleiben liegen s. 206“
[5] Vgl.
Schwanfelder W.: Konfuzius im Management – Werte und Weisheit im
21.Jahrhundert, Frankfurt am Main 2006, S. 120.
[6] Vgl.
Rotter E.-A.: Erfolg riskieren – die Kunst des grenzenlosen Denkens, Dillenburg
1998, S. 184.
[7] Vgl.
Hesse H.: Das Churchill Prinzip – Mit Persönlichkeit zum Erfolg, Frankfurt am
Main 2007, S. 144.
[8] Vgl.
Rotter E.-A.: Erfolg riskieren – die Kunst des grenzenlosen Denkens, Dillenburg
1998, S. 181.
Abonnieren
Posts (Atom)

